Das Programm

 

 

 

 

 

Was steht als nächstes an und was gab es schon zu sehen – hier eine kleine Terminübersicht der Kleinen Bühne Calw. Klatsch und Gerüchte, Neuigkeiten und Berichte gibt's auch auf unserer Facebook-Seite.

Unser Programmflyer zum Download
KBC_Flyer_zweites Halbjahr 2017.pdf
PDF-Dokument [7.3 MB]

Inka Meyer - "Der Teufel trägt Parka"

Samstag, 11. November 19:30 Uhr Musikschule Calw | Marktplatz 14

 

Ein hochkomisches Plädoyer gegen den Wahnsinn der Schönheitsindustrie und für eine entspannte Weiblichkeit. Die Botschaft der Mode- und Kosmetikbranche ist klar: „Frauen, ihr
lauft aus, werdet alt, seid zu fett und habt zu viele Haare.“ Um diesem Makel zu entgehen, klatschen sich schon Grundschülerinnen so viel Wimperntusche ins Gesicht, dass sie an der Schulbank sitzend vornüberkippen.


Und der achtzigjährige Senior führt seine kanariengelbe Hippie-Jeans spazieren, dass man sich fragt: „Hat der Mann einen Schlag oder einen Anfall?“ Ist doch wahr. Vieles, was wir tragen ist untragbar, erschreckt nur die Katze und regt die Nierenfunktion des Hundes an.
Das alles wird von den Modekonzernen gestickt eingefädelt, damit sich ihre Gucci-Taschen mit unserer Kohle füllen. Die Chemie in den Schuhen macht uns krank, durch die Ananas-Diät sind wir ungenießbar. Aber mit dem Weizengras-Smoothie in der Hand hetzen wir weiter jedem Beauty-Trend hinterher. Und am Ende sind wir schön. Schön blöd. Doch wenn wir an die neunjährige Näherin in Bangladesch denken, dann sollten wir eigentlich gar nicht mehr in den Spiegel schauen.


„Der Teufel trägt Parka“ – das neue Kabarettprogramm von Inka Meyer:
Witzig, relevant und brillant recherchiert. Und dieses satirische Schmuckstück begeistert natürlich auch die Herren der Schöpfung. Denn für die Männer gilt genauso: „Schlägt der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten.“ Außerdem wird hier endlich Adams uralte
Frage geklärt: „Was treibt diese Frau eigentlich so lange im Bad?“

http://www.inkameyer.de/mach/

Liza Kos - "Was glaub' ich wer ich bin?!"

Freitag, 27. Oktober 19:30 Uhr Musikschule Calw | Marktplatz 14

 

Liza Kos kommt aus Russland, direkt aus Moskau. Mit 15 zieht sie mit ihren Eltern aufs Land – nach Deutschland. Hier will und muss sie sich integrieren und lernt die Landessprache, die sie auch bald perfekt beherrscht – Türkisch.

 

Nach vier Jahren unterm Kopftuch hängt sie dieses an den Nagel und beschließt, eine „richtige Deutsche“ zu werden. Um dies zu erreichen und die Integration endlich abzuschließen meldet sie sich in Aachen in einem Karnevalsverein an und beginnt Öcher Platt zu lernen.

 

„Was glaub' ich, wer ich bin?!“ ist ein buntes Kabarett-Comedy Programm, das vor
allem Liza Kos' eigene Integration in den Mittelpunkt stellt. Die Bühne ist ihre Welt, in der sie
sich herrlich erfrischend austobt und trockenhumorvoll, augenzwinkernd und mit Leichtigkeit
mit vorherrschenden Klischees spielt. Denn die kennt Liza zu genüge. Sei es über ihr Herkunftsland Russland, die Türkei oder ihr Wahlheimatland Deutschland. Liza Kos schlüpft gekonnt in verschiedene Rollen und bietet einen unterhaltsamen Mix aus Persifl age, Parodie und Liedern. Ein Programm voller Überraschungen und Kontraste.

http://www.lizakos.de/de/home

Marco Tschirpke - "Frühling, Sommer, Herbst und Günther" 

Samstag, 30. September 19:30 Uhr Musikschule Calw | Marktplatz 14


Wenn Marco Tschirpke auf Kleinkunstbühnen am Klavier scheinbar mühelos
rasante Melodien improvisiert, mal sanft und mal ganz ungestüm, sind
seine sogenannten Lapsuslieder meistens nur ganz knappe Sentenzen,
Wortspielereien, selten länger als eine Minute.

 

Er kitzelt liebend gern das Ungewöhnliche und Unerwartete aus den vermeintlich bedeutungslosesten Alltäglichkeiten. Harry Rowohlt gab einmal die durchaus hilfreiche Einordnung zum Besten: „Wem Heinz Erhardt zu naiv-kindlich, Robert Gernhardt zu
unpolitisch und Goethe zu langohrig ist, der findet in Marco Tschirpke auch
keine Alternative.

“Tschirpkes Lyrik ist unkonventionell, hintersinnig, äußerst wortgewandt und anspielungsreich. Gespickt mit verschiedensten Verweisen auf Kunst und Geschichte schreibt er viele Verse über die vermeintlich kleinen Dinge – aus einer ganz eigenen Perspektive. Tschirpke ist in dem, was er tut, nicht nur beneidenswert talentiert, sondern einzigartig. Freilich finden sich Anklänge an eben jene erwähnten Lyriker, doch Marco Tschirpke
schafft eine eigene Form des Reimens, mal offen bösartig, dann wieder ganz
unbedarft, aber immer mit großer Sachkenntnis. Nicht nur, was die Machart
der Lyrik selbst betrifft, mit Versmaßen und Kadenzen versteht er ganz unverkrampft
zu spielen. Auch, was den Inhalt seiner Gedichte anbelangt, die
sich nicht selten um bedeutende Kunstwerke und Künstler ranken. Poeme
wie „De facto Daktylen“, „Mona Lisa“, „Luther bei Cranach“ oder „Über sieben
Bruckner musst du gehen“ zeugen von einem breitgefächerten kulturellen
Interesse, das er, ohne jedoch ins Belehrende zu rutschen, zu famosen Versen verarbeitet.

http://www.marco-tschirpke.de/fruehling-sommer-herbst-guenther.php
Fatih Cevikkollu - "Emfatih"  

Samstag, 24. Juni 19:30 Uhr Musikschule Calw | Marktplatz 14 

Fatih Cevikkollu ist mit seinem neuen, mittlerweile fünften Solo-Programm wieder in Fatihland unterwegs. Mit Geist und Gefühl ist der Kabarettist auf Werbetour für eine verlorengegangene Eigenschaft: Mitgefühl - EMFATIH! 

Fatih Cevikkollu  spielt mit Wahrheit und Fanatismus: Die Einen tragen ein Kopftuch, die Anderen einen geistigen Schleier. Sagte man früher Kümmeltürken, so sind es heute Topterroristen. Seit ISIS aber wissen wir: Wir haben keinen Plan gegen den Fanatismus. Wir handeln kopflos. Cevikkollu spielt mit Schmerz und Sehnsüchten: Flüchtige schwimmen im Mittelmeer und machen ihre eigenen Grenzerfahrungen vor der Festung Europa - und er spielt mit Form und Inhalt, mit der Paragrafen-Deko des Grundgesetzes der Einen und der DAX-Kurve der Anderen. In einem Land, das dem Bier frönt, sind Leberwerte allemal wichtiger.
"Die Technik, die Gedanken seiner Zuschauer laut auszusprechen, hat er perfektioniert. Das entwaffnet und stellt bloß, reißt aber keine Wunden. Denn der Warner und Mahner setzt ganz aufs Gefühl, gibt den Gästen auch Streicheleinheiten und macht klar: Er ist einer von uns. "Wir sind Freunde. Die müssen sich aber die Wahrheit sagen. Und das tut manchmal weh."(Rhein-Sieg-Anzeiger) 
www.fatihland.de
Thomas Schreckenberger Ene, mene, muh wem traust du?
Samstag, 20. Mai 19:30 Uhr Musikschule Calw Marktplatz 14 
Wem kann man heutzutage noch vertrauen? Wenige vertrauen noch Politikern oder Medien und ganz Naive sogar dem eigenen Partner. Misstrauen ist angesagt in Zeiten, in denen der amerikanische Geheimdienst Dinge über uns weiß, die früher nur die neugierige Nachbarin wusste. Im Internet kann man nichts verschleiern und auch der Politik kann man kaum noch über den Weg trauen. 

Schreckenberger bringt Licht ins Dunkel auf der Suche nach jemandem, dem man noch trauen kann. Begleitet wird er von den üblen Verdächtigen aus Politik und Gesellschaft, die er als treffsichere Parodien erscheinen lässt und bei denen man sich fragt, ob sie eher Hilfe oder Hindernis sind. 

Thomas Schreckenberger ist mehrfach ausgezeichneter Kleinkunstpreisträger (Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, uvm.), gern gesehener Gast in TV, Rundfunk und auf Kleinkunstbühnen von Flensburg bis zum Bodensee. 

"...Schreckenberger ist so harmlos wie ein Urknall." (Schwäbische Zeitung)  
"...ein Feuerwerk von scharfzüngigen Geschichten, absurden Gedanken in Frageform gestellt, und gelungenen Parodien von Merkel, Kohl, Kretschmann, Till Schweiger, Udo Lindenberg und vielen anderen." (Badische Zeitung)
www.thomas-schreckenberger.de
 Mistcapala - ein Herrenquartett unterwegs
Samstag, 18. März 19:30 Uhr Musikschule Calw 
 Originelle Texte, schräge Instrumentenzusammenstellungen und virtuoses Spiel sind die herausragenden Merkmale des satirischen Herrenquartetts Mistcapala. Sprühende Lebensfreude, außergewöhnliche Instrumente und allerfeinstes Musikkabarett sorgen für überschäumende Pressekritiken. 

Eine Schublade ist für dieses herzerfrischende Ensemble nicht so leicht zu finden, denn es bringt eine einmalige Mischung aus musikalischer Comedy, feinster Folk-Musik, bestem Kabarett und eine erstaunlich saubere Instrumentenbeherrschung: fetzig, poetisch, feinsinnig, witzig. Die vier Vollblutmusiker lassen ihr Publikum von der ersten Minute ihres Auftritts an nicht zur Ruhe kommen. 
Mistcapala - das sind die Top Vier des deutschen Musikkabaretts. 
"Mistcapala treffen die Töne des höheren B(lödsinns) und das Publikum mitten ins Herz." (Giessener Bote) 
"Sie strahlen ihr Glück aus, wo's geht, gerne auch mit intensiver Breitenwirkung, tatkräftig unterstützt von WDR, SWR und Bayerischem Rundfunk".
www.mistcapala.de

 

Moritz Netenjakob lässt uns am Freitag, 20. Januar an seinen "Multiple Sarkasmen" teilhaben

 

Das Debüt-Programm des Bestseller-Autors und Grimme-Preisträgers löst seit der Premiere 2006 immer wieder kollektive Atemnot beim Trännen lachenden Publikum aus - und ist einfach zu gut, um eingemottet zu werden.

 

Moritz Netenjakob hat ein einzigartiges Satire-Feuerwerk erschaffen, das im Laufe der Jahre stets aktualisiert und verfeinert wurde. Egal, ob er als Sohn intellektueller Westfalen in der Südkurve des 1. FC Köln mit den Hooligans diskutiert, eine Selbsthilfegruppe für Stimmenimitatoren aufsucht, Ballermann-Hits literarisch analysiert oder Udo Lindenbergs Reaktion auf eine Ufo-Attacke zeigt - Netenjakob lästert gnadenlos über sich selbst und die deutschen Befindlichkeiten. "Multiple Sarkasmen“ das ist eine 90-minütige temporeiche Mischung aus Standup, Sketchen - und Musik!

Die Presse meint:


"Bestes Solo-Debüt seit vielen Jahren... Glatter Durchmarsch in die Kabarett-Bundesliga" (Express)

 

"In Sachen Originalität, Wandlungsfähigkeit und Witz kann diesem Künstler kaum ein Kollege das Wasser reichen. Wenn er schon so anfängt, wo soll das eines Tages enden?" (Rhein-Zeitung, Mainz)

 

"Er braucht keine 5 Sekunden, um das Publikum zum ersten Lacher zu bringen" (Lemgo News)

 

www.moritz-netenjakob.de

"Nach uns die Zukunft – eine Silberhochzeit" – mit dem Programm zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum gastieren Les Derhosn aus Bayern am 26. November, 19.30 Uhr bei der Kleinen Bühne in Calw. Musikcomedykabarett von der feinsten Sorte.

 

Zwei unerschrockene Jünglinge, gewandet in Les Derhosn machen sich auf, mit Gitarren und Klavieren, mit schaurig-schönen Gesängen das 21. Jahrhundert herbeizutrommeln. Mit kühnem Auge wagen sie den Blick in die Zukunft und sie sehen einen Tunnel… am Ende des Lichts: Einen schwarzen US-Präsidenten, alkoholreduziertes Weißbier, die sieben endgültigen Abschiedstourneen der Rolling Stones, das uneheliche Kind der Päpstin, die Reisefreiheit für die DDR… und ein 25-jähriges Bühnenjubiläum im Jahr 2013.

 

Doch wenn sie ganz ehrlich sind, dann müssen sie zugeben: Die Gegenwart hat sie immer wieder eingeholt! Feiern Sie Silberhochzeit mit Martin Lidl und Michi Marchner und machen sie die Les Derhosn zu dem, was sie schon immer waren: visionär-legendär-originär… Ein Jubelprogramm zum Mitklatschen!

 

Als Musikkabarettduo Les Derhosn begeisterten sie im Frühjahr 2015 im GOP Varieté Theater München 16 000 Menschen in secbs Wochen mit Moderation, Musik und Ausschnitten aus ihren Programmen. Das gemeinsame Doppelprogramm „Helmut Schleich meets Les Derhosn“ gehört zu den Highlights des Kabarettjahres.

 

Die Presse meint:

„Für ihre Komik benötigten sie nicht unbedingt Worte, und für ihre Worte nicht unbedingt die Musik, doch verstehen sie es, die Genres mit Eleganz und so leichter Hand zu mischen, dass daraus etwas völlig Neues entsteht“

 

„Vor allem sind sie Vollblutmusiker. Klavier, Gitarre, Bass, Trommel – grandios, virtuos“

 

 

Kleine Bühne Calw: Michi, Martin, in Jahrzehnten habt Ihr ganz Bayern umgepflügt. Ist Eurer Auftritt im Nordschwarzwald jetzt der Durchbruch in die internationale Weltkarriere?

 

Martin Lidl: Ja, genau, nachdem Les Derhosn eh schon französisch ist, planen wir demnächst Programme in Farsi, Malinke, Afrikaans und Plattdeutsch. Erfahrungen mit dem Schwarzwälder Publikum haben uns aber gezeigt, daß man mit unserem Münchner Bayrisch durchaus auch im Ausland begeistern kann. Wir freuen uns auf Calw!

 

lesderhosn.de

Die Kleine Bühne Calw präsentiert am 14. Oktober die Läuferlegende Dieter Baumann um 19.30 Uhr in der Sparkasse Pforzheim Calw in Calw.

 

Der Südkurier schrieb: Dieter Baumann ist der beste Comedian unter den Läufern und garantiert auch der beste Läufer unter den Comedians. In Dieter Baumann, die Götter und Olympia nimmt er sein Publikum mit einer großen Portion Selbstironie auf die Reise durch die Welt des Sports. Genauer: nach Olympia!


Dieter Baumann erzählt Geschichten aus dem olympischen Dorf, von Begegnungen in Kenia, den Fidschi-Inseln und von der Schwäbischen Alb. Er erzählt die Geschichten so, dass sein Publikum schon nach fünf Minuten glaubt, mit einem alten Bekannten am Küchentisch zu sitzen. Seine Geschichten sind sprachlich wie mimisch kleine anekdotische Kunstwerke. Und natürlich kommen die Läuferinnen und Läufer mehr als auf ihre Kosten. Denn er schlüpft auf der Bühne in die Rolle des Laufexperten.

 

Kleine Bühne Calw: Dieter, Dein Olympiasieg kann nur noch von einem Auftritt bei uns übertroffen werden. Hast Du in all den Jahren immer daran geglaubt?


Dieter Baumann: »Ja, das stimmt. Schon als ich in Barcelona über die Ziellinie gelaufen bin, war mir klar, jetzt muss ich nach Calw. Aber es war kein leichter Weg. Immer wieder musste ich Rückschläge in Kauf nehmen. Mal ist mir kein Stück einfallen, dann habe ich meinen Text vergessen. Mal sehen, was jetzt noch kommt – vielleicht geht auch das Licht aus, aber ich spiele auf jeden Fall, zur Not auch im Dunkeln.«

 

dieterbaumann.de

Frank Sauer am 23. September 2016

Gleich nach den Sommerferien am 23. September, 19.30 Uhr, startete das Herbstprogramm der Kleinen Bühne Calw mit einem vollen Haus in der Musikschule.  Mit Frank Sauer konnten wir den Träger des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2012 verpflichten. Er gastierte mit seinem aktuellen Programm "Mit Vollgas in die Sackgasse".

Kennen Sie das auch? Man steht am Ostersonntag morgens auf, macht sich Kaffee, und zack – zwei Stunden später ist schon wieder Dezember. Das Leben hetzt an uns vorbei, und wir müssen gucken, dass wir irgendwie hinterher kommen. Wir Menschen dagegen wollen alles gleichzeitig. Spannung und Entspannung. »Mit Vollgas in die Sackgasse « ist ein Programm rund um alles, was zu schnell ist. Oder zu langsam. Oder genau richtig. Ein Programm von Burnout bis Buddhismus, zwischen Kontinentaldrift und Lichtgeschwindigkeit. Und auch das wird mal wieder – typisch Sauer – ein kabarettistischer Hochgeschwindigkeitsabend, der es sich trotzdem nicht nehmen lässt, auch mal ein Loblied auf die Faulheit zu singen.

Frank, nur vier Jahre nach dem Kleinkunstpreis Baden-Württemberg ein Auftritt in Calw, das gelang bisher keinem. Wie machst Du das?
Frank Sauer: »Na ja, der Weg nach oben ist normalerweise schon ziemlich zeitraubend. Aber wenn man geschickt die Stationen London, Sidney, New York überspringt, dann geht es plötzlich sehr schnell und man steht auf der ganz großen Bühne. Also der ganz Großen. Mich plagt nur eine Frage: Was soll nach Calw noch kommen?«
franksauer.net

Kleine Bühne Sommernacht

Freitag, 22. Juli, 19 bis 23 Uhr, oberer Marktplatz Calw

 

Kückück

Ein Türke sieht Schwarz-Rot-Gold

 

Termin

8. Mai 2016, um 19:30 Uhr
Ort: Musikschule Calw
Künstler: Serhat Dogan
Eintritt: 16,00 Euro / ermäßigt 13,00 Euro
VVK: Glasschmiede Calw, Marktplatz
Kartenreservierung: unter info@kleine-buehne-calw.de
Abendkasse: Musikschule Calw

Beschreibung

Endlich ist es soweit! Serhat Dogans Culture-Clash-Comedy geht in die zweite Runde. Serhat hat sich nach seiner Einreise aus der Türkei 2004 ohne nennenswerte Kenntnisse der deutschen Sprache mittlerweile so an seine neue Heimat gewöhnt, dass er sogar im Winter Fahrrad fährt und dabei an roten Ampeln hält. Wenn ein Türke mit einer Sozialpädagogin zusammenzieht („Sabine wollte das so sehr, dass es für uns beide gereicht hat“), und danach beim Aufhängen seines Fenerbahce-Wimpels die Feng-Shui-Regeln beachtet, dann bekommt der Bergriff „Integration“ eine völlig neue, saukomische Bedeutung. Es ergeben sich ungeahnte Einblicke in die deutsche Psyche, die Serhat nur mithilfe zwei weiterer deutscher Traditionen verarbeiten kann: Bier und Jägermeister. In der Türkei ist eben vieles erheblich einfacher und unkomplizierter. Deutsche neigen zu komischen Angewohnheiten: Sie richten ihre Möbel nach Energieströmen aus, hören Musik mit seltsamen Texten und erklären ihren Hunden die allgemeine Verkehrsordnung.
Serhat Dogan redet in 90 rasanten Minuten über Deutsche, Türken und Deutsch-Türken, Männer, Frauen, Weicheier und Kuckucksuhren und tanzt sogar ein wenig. Muss man da noch mehr sagen? (Quelle: serhatdogan.de)

 

Lachfalten

 

Termin

11. März 2016, um 19:30 Uhr
Ort: Musikschule Calw
Künstler: Dieter Huthmacher
Eintritt: 16,00 Euro / ermäßigt 13,00 Euro
VVK: Glasschmiede Calw, Marktplatz
Kartenreservierung: unter info@kleine-buehne-calw.de
Abendkasse: Musikschule Calw

Beschreibung

„Lachfalten“ ist ein Spaßprogramm mit Liedern in Mundart und Schriftsprache, von Text-Gutsele garniert. Seit 45 Jahre begeistert Dieter Huthmacher mit Liedern und Texten und lässt uns erfahren, wieso man zu den Badenern „Gelbfüßler“ sagt und warum „Die Guten“ schlechterdings nicht immer die Guten sind. Es „spiegeln“ sich leise Lieder in den Mienen der Zuhörer wieder, wenn es nachdenklich wird und es spiegelt sich Freude wieder, wenn das Publikum, angestachelt von der Erkenntnis, dass nur, wer alle Moden mitmacht, voll im Trend ist, laut den Refrain mitsingt: „Do semmer dabei!“ (Quelle: www.kulturhaus-osterfeld.de / 24.02.2016)

 

Wa(h)r was?

 

Termin

20. Dezember 2015, um 19:00 Uhr
Ort: Saal Schütz im Hermann-Hesse-Museum
Künstler: Mike Jörg
Eintritt: Eintritt frei - um Spenden wird gebeten
VVK: - Voranmeldung bitte unter info@kleine-buehne-calw.de
Abendkasse: - 
Voranmeldung bitte unter info@kleine-buehne-calw.de

Beschreibung

Nicht alles was hinter uns liegt, haben wir schon hinter uns. Das Jahr 2015 wirft gewaltige Schatten voraus. Einige scheinen es zu ahnen. Ihnen schmeckt das Bier nicht mehr. Beim Oktoberfest wurde weniger getrunken, obwohl die Leber mit ihren Aufgaben wächst. Für Herz und Hirn gilt das ebenso. Noch nie waren wir Deutschen so beliebt. Mutti Angela als Mutter Maria und wir alle zusammen als schützender Mantel gemäß dem Kirchenlied von 1640 "Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus; lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorüber gehn." Die Schicksale der Flüchtenden sind unerträglich. Wir müssen helfen! Und: wir helfen aus Eigennutz. Und: wir müssen uns in Erinnerung rufen, dass der Strum, der jetzt tobt, sich aus den Winden entwickelt hat, welche durch die "Bush-Brände" (erst der G., dann der G.W.) ab 1991 entfacht wurden. Der Sturm, der jetzt tobt, das ist die Ernte der Saat, die der "Bush-Clan" entlang der Achse des Bösen gesät hat. Schon witzig: die Menschen dieser Regionen flüchten vor der Todesmaschinerie, die wir in diese Region geliefert haben. (Quelle: mikejoerg.de / 05.12.2015)

 

Hintergrundmusik

 

Termin

20. November 2015, von 19:30 Uhr
Ort: SRH Calw, Foyer
Künstler: Nikita Gorbunov
Eintritt: 10 Euro / Ermässigt 8 Euro
VVK: Glasschmiede Calw, Marktplatz
Abendkasse: am 20.11.15 geöffnet ab 19:00 Uhr

Beschreibung

Nikita Gorbunov wird in Moskau geboren und im Zuge der Wende bis nach Stuttgart gespült. Seine ersten Zeilen rotzt er noch als Rapper in ein verbeultes 58er-Mikro, bis ihn schließlich die aufkeimende „Poetry-Slam“-Szene in ihren Bann zieht. Gleich zwei monatliche Poetry-Slams in Stuttgart und Esslingen veranstaltet und moderiert der gelernte Tontechniker heute. Gleichzeitig ist er 2008 Mitbegründer der Stuttgarter Lesebühne „7PS“ und ist seit 2012 stolze Hälfte seiner leidenschaftlichen Abend-Show „Gorbunov & Kienzler“.

Als Poetry-Slam in den Schulen Einzug hält, geht Nikita vorneweg. Er gibt unzählige Slam-Workshops an allen erdenklichen Bildungsträgern vom Landeshochbegabtengymnasium bis zum Jugendstrafvollzug, betreut jahrelang ganze Klassen in Schreibwerkstätten und ist mehrmals für das Goethe-Institut unterwegs: in Kiew, Minsk und Moskau. Mit seinen Kollegen führt er die Geschäfte des Stuttgarter Vereins „ausdrucksreich“ und stemmt abgefahrene Projekte, zum Beispiel eine Poetry-Slam-Wohnmobiltour durch ganz Baden-Württemberg. Die Arbeit mit den Schülern konfrontiert ihn auch mit seinem eigenen Werdegang: ein Kanake vermittelt Deutsche Dichtkunst. Witzig, gell?

Auf der Bühne präsentiert Nikita die Verknüpfung mehrerer Kunstformen:

Die skrupellosen Sprüche aus dem Rap; die lyrische Performance der Slam-Poesie; sein scharfer Blick auf die Welt: Das alles verquirlt Nikita zu einem dichten, duftenden Eintopf. Zynische Scherze schwimmen darin, Erbsen, Möhren, klein geschnittener Zeitgeist und passierte Heimat. Gereicht wird das ganze in hübsch kantigen Förmchen: als Song, als Poetry-Slam-Stück, als Kurzgeschichte, als Rap-Ballade oder auch als skurriles Live-Hörspiel. 

Gerade ist Nikita Gorbunov (zusammen mit Hanz und Thomas Geyer) Veranstalter der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften 2016 in Stuttgart. 

Man kann sagen: Es läuft bei ihm.

Dreck 

 

Termin

08. Oktober 2015, von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Ort: Calw, vhs, Raum 02
Künstler: Mathias Kopetzki
Eintritt: 6 Euro

Beschreibung

Ein Mann betritt die Bühne mit einem Strauß. Rosen in der Hand. Er fängt an zu reden. Dieser Mann heißt Sad. Er ist ein arabischer Flüchtling. Er ist illegal in Deutschland. An den Abenden verkauft er Rosen, um sich zu finanzieren. So sehr ist der Hass der Inländer in ihm Fleisch geworden, dass er ihn gegen sich selbst kehrt. Es stimmt, sagt er, ich bin dreckig. Ich wasche meine Hände, aber ich bleibe dreckig. Das stimmt. Seine Identifikation mit einem uns nur allzu bekannten Vorurteilsregister führt dieses ad absurdum und wirkt zunehmend verstörend. Seine Rede steigert sich, wird leidenschaftlich, wird verzweifelt. Er redet weiter. Er schreit. Schreit um sein Leben. 
Der Monolog von Robert Schneider ("Schlafes Bruder") ist ebenso wenig sentimental wie seine Figur traurig ist. Den Zuschauer erwartet kein rührseliger Betroffenheitskitsch, das Stück lebt vielmehr von ironischen Zwischentönen, von Gefühl und - trotz oder gerade wegen des ernsten Themas - von Humor. In Zeiten von Flüchtlingsströmen, Pegida, islamistischem Terror und einem diffusen Gefühl der Berdohung, in dem wir alle hierzulande leben, hat dieses Solo eine erschreckende, beklemmende Aktualität, die gezeigt, die offenbart, die diskutiert werden muss. 
"Kopetzki spielt diesen von untergründigem Hass erfassten Außenseiter mit großer Leidenschaft und mit eindrucksvoller Präzision. Jedes Wort formt er so lebendig, dass seine Darstellung kraftvoll und überzeugend wirkt." (Kölnische Rundschau)

Kostprobe des Künstlers

Hier ein kleines Youtube-Video von Mathias Kopetzki, welches einen ersten Eindruck vermittelt:

Ein Theaterstück von Robert Schneider

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